schneeraben.de - Philosophische Reisevorbereitungen von Thomas H. Jäkel

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Das Skriptorium

 

 

Logik und Strategeme

von Thomas H. Jäkel

 

 

Wir alle folgen mehr oder minder unseren eigenen oder übernommenen Prinzipien, Grundsätzen oder anderen Erklärungsversuchen, die wir uns über die Zeit zurechtgelegt oder schlicht von anderen zu eigen gemacht haben. Sobald wir hierin einen gewissen Grad an Perfektion erreicht haben, sehen wir uns selbst gerne als erwachsene oder, etwas hochtrabender ausgedrückt, auch gelegentlich als gebildete Menschen. Für die meisten unter uns bleibt es auch dabei, denn die so hochgelobten Prinzipien des Lebens sind selten ein Produkt unserer inneren Menschwerdung oder gar unserer geistigen Reife, sondern entspringen fast immer unserer empirischen Erfahrung, der Beeinflussung durch Religion, Gesellschaft und regionaler Kultur und entbehren nicht selten einer inneren Absicherung. So entstandenes Selbstbewusstsein spiegelt weniger das Bewusstsein unserer eigenen Persönlichkeit wieder, stellt auch keine echten Fakten oder Tatsachen zur Verfügung, hilft uns aber die eigene Unsicherheit mit Standardlösungen und Argumenten zu bewältigen, um die Herausforderungen des Tages jeweils erfolgreich zu meistern. Was jedoch, wenn die angewandten Denkmuster und Entscheidungsstrukturen nicht mehr funktionieren, weil sich das System geändert hat?

 

Westliche Manager durchlaufen dieses Tal ganz regelmäßig, sobald sie sich voller Tatendrang daran machen, die in der Heimat erreichten Erfolge hier in Asien zu wiederholen und westliche Firmen zahlen leider noch immer teuer für diese Erfahrung. Geprägt durch unsere Ausbildung und leider auch durch die Lehren, die wir aus der deutschen Geschichte ziehen durften, neigen die meisten dazu, lediglich nach Gemeinsamkeiten zu suchen, um sich einen Weg aus dem Dickicht von Ungereimtheiten zu bahnen, anstatt zunächst die Unterschiede genau zu erfassen. Aussagen wie „Aber das muss man doch verstehen!“ oder „Das zumindest sollte man doch wenigstens voraussetzen dürfen!“ zeigt, wie schwer es ist, die asiatische Welt der eigenen anzupassen und ich glaube sagen zu können, dass dies wohl so schnell nicht gelingen wird. Warum aber wenden wir nicht so banale wie hilfreiche Ratschläge aus unserem eigenen Fundus an, um den Zugang zu einer fremden Welt zu erleichtern oder gar erst möglich zu machen. „Trau’, schau wem“, „Wenn zwei das Gleiche tun, muss das nicht das Gleiche sein“, „Es ist nicht alles Gold was glänzt“ oder nicht zuletzt „Wenn du in Rom bist, mach’ es so, wie die Römer es tun“ wären sicherlich ein guter Start. Zugegeben klingt dies nun sehr banal und doch sollten wir diesen Ansatz nicht so einfach aus dem Auge verlieren.

 

„Nur ein Stück christlicher Lehre wird das chinesische Volk gewiss gerne annehmen, nämlich Christi Aufforderung, ohne Falsch wie die Tauben und klug wie die Schlange zu sein“, schrieb der berühmte chinesische Schriftsteller Lin Yutang1) und erklärt uns hiermit, dass zwischen unseren Kulturen mehr als nur Welten liegen. Die westliche Denkweise ist überwiegend durch starre Prinzipien geprägt. Diese Prinzipien betreffen nicht nur die jeweilige Vorgehensweise, sondern zeigen auch das Wertesystem und die Erwartungshaltung gegenüber akzeptablen Ergebnissen auf. Diese strenge Angliederung des Denkens an feste Formen und Schemen findet man auch in kommunistischen Systemen wieder, wo Probleme fast immer vom Ergebnis her angegangen werden. Es mag hier der Satz gelten: "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf". Die angewandte Logik entwickelt sich nicht selbst, sondern ist vorgegeben und zwingt das Detail, sich dieser Logik sklavisch unterzuordnen. Durch diese "Vergewaltigung" des Details gelangt man zwar fast immer zu Ergebnissen und dies in den meisten Fällen auch in relativ kurzer Zeit. Die Gefahr besteht jedoch, dass diese Vorgehensweise keinerlei Ausnahmen zulässt, Kreativität und dynamische Weiterentwicklung verhindert. Die sich vielerorts hieraus entwickelnde Ignoranz zum Detail und den inneren Abhängigkeiten führt schließlich zu einer konsequenten Negierung der Komplexität und der Fehleinschätzung von Situationen. Zwar sind hierbei immer Entscheidungen zu erreichen, die Frage ist nur: zu welchem Preis.

 

Asiaten neigen selten zur Anwendung solch strikter Regeln und gehen eher empirisch oder in Form von altbewährten Strategemen vor. Eigene Erfahrungen werden gemacht oder in den meisten Fällen von den Vorfahren übernommen. Auf diese Weise hat sich ein sehr umfangreiches Regelwerk vor allem in der chinesischen Kultur entwickelt, welches die Denkweise der Menschen nachhaltig beeinflusst, jedoch führt dies, nach unseren westlichen Begriffen, dennoch kaum zu einer von uns als logisch akzeptierten Denkweise. Denn steht nun das Detail im Vordergrund, der Einzelfall und die Besonderheit der ganz aktuellen Situation. Das Detail stellt die Anforderung an die Logik und nicht umgekehrt. Im Gegensatz zur westlichen Denkweise muss sich also die Logik dem Detail anpassen und erfordert somit eine fast grenzenlose Flexibilität und Mut zu Ausnahmen und natürlich zur "Prinzipienlosigkeit". Die sich aus den Details entwickelnde Logik ergibt und repräsentiert nur Teillösungen, welche nicht strikt gehandhabt werden, sondern eher eine vorläufige Bandbreite für mögliche Optionen bereitstellt. Die Schwierigkeit besteht nun darin, die sich teilweise widersprechenden Teillösungen zu vereinen und zu einer harmonischen und logischen Gesamtlösung zu kommen. Diese Integrationslogistik nimmt jedoch, aufgrund der stark verzweigten Abhängigkeiten der Details untereinander, in vermehrtem Maße zu und führt zu einer extremen Komplexität der Problemlösung. Da die beschriebene Komplexität zumeist aber nicht mehr zu beherrschen ist, gehen Asiaten dazu über, Dinge zunächst auszuprobieren und sich nur schrittweise an eine Lösung heran zu arbeiten. In gewisser Weise ist dies die asiatische Anwendung des Prinzips von Actio und Reactio. Dies ist letztlich nichts anderes als eine Kapitulation vor der Komplexität und führt bis auf weiteres zu keiner Lösung. Zu viele Alternativen sind dann auch zu berücksichtigen. Die Gefahr ist nun, dass die eigentliche Leitlinie oder das Prinzip des Handelns verloren geht, alle Möglichkeiten bis zuletzt offen bleiben, keinerlei Prinzipien verfolgt werden und einzelne Komponenten der Entscheidung völlig über- oder unterbewertet werden. Entscheidungsfindung wird aus unserer westlichen Sicht zum Zufallsprinzip und gibt dem Subjektivismus freie Hand. Das Ergebnis ist, dass es lange oder für immer keine endgültige Entscheidung gibt. Selbst "feste" Entscheidungen werden daher in ständiger Übung neu bewertet, umgedeutet und, wenn nötig, neu und mit anderem Inhalt wieder getroffen. Sie kennen dieses Szenario sicherlich nur zu gut.

 

Diese grundlegend unterschiedliche Vorgehensweise und Denkweise ermöglicht ohne weiteres Zutun keinerlei Verständnis und man könnte gelegentlich fast davon ausgehen, dass die viel gepriesene Geduld der Asiaten mehr das Produkt einer gewissen Entscheidungsunfähigkeit ist. Abwarten erscheint hier besser als eine falsche Entscheidung zu treffen und kollidiert mit der westlichen Prämisse "besser eine schlechte Entscheidung, als gar keine Entscheidung". Natürlich neigt der westliche Manager auch eher dazu, Fehlentscheidungen durch konkrete Maßnahmen wieder gerade zu richten und eventuelle Nebenwirkungen eher zu ignorieren oder in Kauf zu nehmen. In einer Gesellschaft, in der jedoch persönliche Beziehungen, Ansehen und Gesichtsverlust zu tragenden Säulen des Daseins geworden sind, ist eine solche westliche Vorgehensweise nicht akzeptabel. Fehler sind daher entweder nicht zu machen oder Entscheidungen sind eben immer so angelegt, dass sie nur eine gewisse Verweildauer haben und allen Beteiligten zu jeder Zeit die Möglichkeit geben diese zu ändern oder gänzlich aufzuheben.

 

Eine wesentliche Grundlage asiatischen Denkens hat seinen Ursprung, wie sollte es auch anders ein, in China. So untersuchen chinesische Gelehrte seit Jahrhunderten geschichtliche Ereignisse in ihrem Wesensgehalt als eine Darstellung universeller Prinzipien, welche dann im täglichen Leben anzuwenden sind. Das ist gar nicht so verschieden von der einstigen europäischen Vorgehensweise, jedoch erscheint die Einordnung und die Zielrichtung des asiatischen Ansatzes konsequenter und tiefer im täglichen Leben und Bewusstsein verankert zu sein. Der chinesische Ausdruck, „Der Marktplatz ist ein Schlachtfeld“, geht auf „Bing-Fa“ oder „Die Kunst des Krieges“ und die Lehren von Sun Tzu2) zurück und zeigt, wie sehr persönlicher und geschäftlicher Erfolg im Leben der Asiaten verankert ist. Dieses Werk hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und so mag es auch nicht verwundern, dass Sun Tzu’s strategisches Regelwerk nicht nur in China, sondern auch für japanische Manager und seit Jahren auch für Absolventen amerikanischer Militärakademien zum Standardwerk aufgestiegen ist. Der eigentliche Unterschied zu europäischen Ansätzen mag darin gesehen werden, dass wir Europäer viel Zeit damit verbringen uns darüber klar zu werden, warum ein Krieg zu führen ist und Sun Tzu sich schlicht darauf konzentriert, wie dieser denn zu gewinnen sei. In diesem sehr praktischen Ansatz ist auch einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Asiaten und uns selbst zu sehen. Während wir uns selbst mit unserer eigenen Identität und Geschichte schwer tun und auf dem erleuchteten Weg nach der hohen Moral versuchen bessere Menschen zu sein, ist es für Asiaten nichts unnatürliches, dass ihre Rasse, ihr Land, ihre Provinz, Stadt oder Familie natürlich die bessere ist. Zu schnell wird diese Lebenseinstellung oder natürliche Denkweise als chauvinistisch oder nationalistisch abgetan und wir scheinen zu vergessen, dass diese Attribute für Asiaten nicht die gleiche negative Wirkung und Erinnerung an die Geschichte verursachen wie für uns. Vielleicht kann man auch sagen, dass das Streben nach eigenem Erfolg und Überleben für die Asiaten bei weitem wichtiger ist als die universelle Frage nach dem moralisch-philosophischen Sinn des Lebens. Und so stehen mannigfaltige Strategeme zur praktischen Anwendung zur Verfügung, um die Bewältigung ganz konkreter Lebensprobleme oder in diesem Sinne, des Krieges, zu bewerkstelligen.

 

Schon allein dieser unterschiedliche Ansatz führt zu einer völligen Verdrehung der Werte. Wenn es aber gar nicht so sehr um die strikte Befolgung von logischen, religiösen, moralischen oder gesellschaftlichen Regeln geht, sondern um die praktische Bewältigung des eigenen Lebens, dann zählt auch nicht der Weg, sondern das Resultat und letztlich nur der eigene Erfolg. „Verstehe dich selbst, verstehe deine Gegner; einhundert Schlachten, einhundert Siege!“ gibt uns Sun Tzu in seinem Werk zu bedenken und jeder der hier in Asien erfolgreich mit Geschäftsleuten oder Politikern umgehen muss, sollte tiefe Kenntnisse der „Bing-Fa“ haben und sich nicht mit dem monotonen und stereotypen „Ich liebe Asien so sehr“ zufrieden geben; zumindest nicht, solange die Firma die Kosten hierfür bezahlt.

 

„Der höchste Sieg ist, einen Krieg ohne Schlacht zu gewinnen“ stellt die grundsätzliche Vermeidung von Konflikten in den Mittelpunkt und gibt dem einzelnen auf, dies durch taktische und strategische Manöver zu erreichen, um den Gegner in seiner Einschätzung und Entscheidungsfindung zu beeinflussen. Dabei werden fünf Schwächen genannt, die zur Niederlage führen können: „Wer unbesorgt ist, kann getötet werden; wer feige ist, kann gefangen werden; wer wenig Geduld hat, kann provoziert werden; wer sehr auf Ehre bedacht ist, kann leicht beleidigt werden und wer zu viel Mitleid für die Menschen hat, kann leicht von Sorgen gequält sein.“ Die Strategeme geben jedoch auch vor, dass ein starker Gegner nicht anzugreifen ist und es daher ratsam ist, die eigene Position zu verlagern, für Unterstützung zu sorgen und solange abzuwarten, bis sich der Gegner in einer schwächeren Stellung befindet. Der andauernde Schlagabtausch, die Provokationen, Zugeständnisse und taktischen Manöver in den Beziehungen zwischen Taiwan und der Volksrepublik China sind ein ausgesprochen gutes Beispiel hierfür. Und der chinesische Staatsmann Deng Xiaoping hat den chinesischen Pragmatismus ganz einfach so auf den Punkt gebracht: „Es ist ganz egal, ob die Katze schwarz oder weiß ist, solange sie Mäuse fängt!“ Mit Verlaub gesagt, so mancher europäische Politiker hätte hiermit seine ernsthaften Probleme und käme ganz schnell in den Verruf keine Richtung zu verfolgen. Dies zumindest hat man Deng Xiaoping trotz dieser Äußerung nie nachgesagt.

 

Bauernweisheiten? Sicher nicht, denn die meisten Asiaten sind mehr oder weniger in diesem Kontext aufgewachsen und haben diese Regeln tief in sich verwurzelt. Auch wenn der eine oder andere dies nicht auf Sun Tzu’s Bing-fa zurückführen wird, so haben viele Verhaltensweisen und Werte ihren Ursprung bei Sun Tzu, Confucius, Lao Tze oder anderer Gelehrter aus den letzten 2500 Jahren. Wir aus dem Westen haben diese Jahrtausende nicht selbst erlebt und für die meisten Europäer oder Amerikaner ist Asien noch immer eine mit Mythen befangene Region. Und ganz praktisch gesehen, wie oft haben sich westliche Manager schon gefragt, warum selbst die Zustimmung eines Präsidenten zu einem Projekt noch lange keine Gewähr für dessen Umsetzung ist und sich Vertragsverhandlungen zum Teil über endlos lange Zeit erstrecken? Warum Regierungen ganz offensichtliche Reformen nur schrittweise einführen, anstatt von Anfang an das gesamte Programm zu realisieren? Trotz aller Kritik und der westlichen Prognose, dass dies so nicht funktionieren könne, kann man sich des Eindrucks nicht verwehren, dass die allzu ungeduldigen westlichen Manager zu oft verlieren und gesteckte Ziele nicht durchsetzen können, weil sie mit dem Faktor Zeit und anderen asiatischen Waffen nicht umgehen können. Zeit ist nicht nur Geld, sondern in besonderem Maße auch ein strategisches Werkzeug und Asiaten verstehen sehr wohl, unter welchem Druck sich der Farang befindet, der seine Reise durch einen entsprechenden Geschäftsabschluss gegenüber seinen Vorgesetzten zu rechtfertigen hat. Die westliche Logik ist für Asiaten nur in den wenigsten Fällen nachvollziehbar und die Mehrheit erachtet die westliche Logik auch als eher unpraktisch und hinderlich.

 

Die asiatische Logik ergibt sich aus der Situation und das Detail bestimmt die Auswahl der Handlung. Natürlich führt dies nicht ganz ungewollt zu undurchsichtigen Verhältnissen und zur Verwirrung des Gegners. Dies jedoch nur, wenn der Gegner die wahren Hintergründe und die Motivation des Handelns nicht kennt oder aus den Augen verliert. Die Anwendung westlicher Logik scheitert hier und die Ergebnisse können jeden Tag in vielerlei Formen gesehen werden. So wird ein Thailänder von sich aus nur zögerlich zu erkennen geben, dass er ein Haus kaufen will, sondern alles versuchen, dass der Hauseigentümer selbst diese Idee entwickelt und sein Haus zum Verkauf anbietet. Dies stellt für ihn eine psychologisch weitaus bessere Ausgangsposition dar. All dies besagt nun in keiner Weise, dass Asiaten eine schlechte oder keine Moral verfolgen, jedoch sind die Maßstäbe grundlegend verschieden und lassen sich mit westlichen Regeln kaum vergleichen. Diese Inkongruenz der verschiedenen Denkmuster und Motivationen führt zu einem leidvollen Nebeneinander und kaum zu sinnvollen Synergien zwischen den Kulturen. Zu leicht werden dann asiatische Verhaltensweisen als chaotisch, unlogisch oder hinterhältig abgetan und die Reaktionen der Asiaten auf westliches Verhalten führen zu ebenso tiefem Unverständnis. Vielleicht jedoch ist das asiatische Verhalten oft auch nur eine Reaktion auf die naive und gelegentlich arrogante Verhaltensweise einiger westlicher Manager und Politiker, die sich vorgenommen haben, das gesamte Universum nach westlichen Standards zu beurteilen. Da wir uns auf fremdem Terrain befinden, ist es unsere Aufgabe die Regeln in den Griff zu bekommen und Asiaten sehen sich der selben Schwierigkeit ausgesetzt, wenn sie ihr Geschäft in Frankfurt, Zürich oder Wien aufbauen wollen.

 

Es ist an dieser Stelle natürlich nicht möglich, das gesamte Werk der Sun Tzu Bing-Fa zu berücksichtigen. Dies muss der eigenen Lektüre vorbehalten bleiben. Es erscheint vielmehr von Bedeutung, dass westliche Manager daran erinnert werden, dass sie sich auf diesem fremdem Terrain befinden und sich auch entsprechend anzupassen haben. Die hierbei zu beachtenden Regeln werden oft nicht studiert, selten verstanden und in den wenigsten Fällen tatsächlich beachtet. Wenn Sie nun detaillierte Antworten auf konkrete Probleme finden wollen, so ist es sehr zu empfehlen, sich die Standardwerke asiatischer Kultur zu Gemüte zu führen und wenigstens den Versuch zu unternehmen, diese völlig andere Sicht der Dinge in ihren Grundsätzen nachzuvollziehen. Dabei wird sehr schnell bewusst, dass es sich nicht um das übliche Kulturschock Büchlein oder den Schnellkurs in cross-cultural Management handelt, sondern um das Verständnis sehr anspruchsvoller und umfassender strategischer Regelwerke, die sich über mehr als 2000 Jahren entwickelt und manifestiert haben. Sicher ist jedoch, dass sie bereits nach den ersten Seiten der Sun Tzu Bing-Fa einen erstaunlichen Aha-Effekt erzielen werden und ich bin mir sicher, dass sie das Buch für die nächsten Jahre nicht mehr aus der Hand legen werden.